Das Hofgut Breitenau
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Geschichte
Das Hofgut Breitenau wird urkundlich bereits im Jahr 1206 erwähnt. Am 06. Mai 1306 beurkundet Rupert, Edler von Dürn (Durne), dass Ritter Reinhard der Ältere von Hardheim den von ihm zu Lehen gegebenen Zehnten des Hofs in Breitenau (Breitenowe) der Abtei Bronnbach geschenkt hat. Am 19. März 1396, im Vertrag um den Burgfrieden für das Schloss Riedern, wird die Furt Breitenau als Grenze bezeichnet. Am 14. September 1470 verkauft Petrus Wolffrat, Kaplan der Marienkapelle zu Dornberg, an das Kloster Bronnbach (Brunbach) eine Wiese zu Breitenau (Breitenawe), genannt „Einsydel“.
Am 13. Dezember 1711 empfängt der Abt von Bronnbach, Josef Hartmann, den späteren Kaiser Karl VI. in Breitenau. Der Habsburger ist auf dem Weg zur Krönung in Frankfurt. Im Rahmen der Säkularisierung kommt Breitenau 1803 in den Besitz der Fürsten zu Löwenstein. Infolge der Heirat von Therese Prinzessin zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg mit Carl Wolfgang Graf von Ballestrem, kam das Gut schließlich in den Besitz von deren Sohn Karl und seiner Frau Consuelo Gräfin Ballestrem. |
Gegenwart
Heute wird Breitenau von Johannes Graf Ballestrem und Sophie Gräfin Ballestrem bewirtschaftet. Die wirtschaftlichen Aktivitäten dienen dem Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudeensembles im Sinne eines Familienzentrums. Hierzu zählen neben dem Haupthaus insbesondere die spätgotische Fruchtscheuer aus dem Jahr 1463 sowie die Kapelle aus dem Jahr 1777. Die Familie Ballestrem stellt der Öffentlichkeit mehrere Kilometer ihrer Waldwege unentgeltlich als Fahrradweg zur Verfügung. Das Hofgut selbst wird jedoch privat genutzt und ist nicht für Besichtigungen zugänglich.
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